Meine Rocky Linux Konfiguration
Meine Rocky Linux Konfiguration mit Installationsanleitung
Zuletzt aktualisiert am 30.10.2026
Rocky Linux ist ein kostenloses Open-Source-Betriebssystem für Unternehmen, das zu 100 % binär- und bug-kompatibel mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist. Jede Hauptversion erhält bis zu 10 Jahre lang Support.
Zur Post-Installation und Konfiguration von Rocky Linux habe ich ein bash-script erstellt.
Rocky muss natürlich zuvor installiert werden. https://rockylinux.org/de-DE/download
Ich verwende das Desktop/Workstation Live-Image (KDE).
Die Installation von Rocky Linux benötigt nur ein paar Minuten.
Dieses Skript wurde für KDE Plasma konzipiert! Es kann aber auch bei Gnome angewendet werden.
Der erstellte Dolphin-Menüeintrag und das Deaktivieren des KDE-Wallets haben dann allerdings keine Auswirkung.
So installiere ich Rocky Linux mit KDE Plasma Desktop:
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Nach dem Booten vom Installationsmedium mittels der Desktopverknüpfung die Installation starten:
Sprache → Deutsch → Deutsch (Österreich)
Installations-Ziel → Lokales Speichermedium auswählen
Konfiguration speichern → Automatisch
Verschlüssellung → nicht auswählen
Benutzer anlegen → Benutzerdaten eingeben
Installation starten
Nach der Installation das System neu starten und das Installations-Medium entfernen.
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Die Konsole öffnen.
Mit folgender Befehlszeile das Rocky-Post-Installations-Skript herunterladen und ausführen:
bash <(curl https://austriahosting.com/downloads/rocky.sh)
Erstmal ansehen mit: cat <(curl https://austriahosting.com/downloads/rocky.sh)
Das System wird neu gestartet und die Installation wird danach automatisch fortgesetzt.
Bevor die tatsächliche Installation startet, bekommen Sie noch die Möglichkeit sich das Skript anzusehen, gegebenenfalls abzuändern oder die Installation abzubrechen.
Hierbei werden noch weitere Skripte heruntergeladen und im Ordner ~/scripts/ abgelegt:
rockyinstall.sh, colors.sh, fix-discover.sh, mount.sh, mount-disk.sh, mount-share.sh, samba.sh, share.sh, share-disk.sh und share-home.sh.
rockyinstall.sh erledigt die Post-Installation und Konfiguration von Rocky Linux.
colors.sh dient nur zur Verbesserung der Darstellung.
Einige der anderen Skripte werden als Aliase in ZSH eingebunden.
Nachdem das Skript rocky.sh schon mal ausgeführt, die Installation aber abgebrochen wurde, dieses nicht nochmals starten um die Installation fertigzustellen! Sondern stattdessen fahren Sie fort mit:
./scripts/rockyinstall.sh
Nachdem die Installation durchgelaufen ist und das System erneut neu gestartet hat, bitte die Konsole öffnen um die Konfiguration von powerlevel10k abzuschließen. Optional kann danach noch in der Datei ~/.zshrc (versteckte Datei im Persönlichen Ordner. In Dolphin anzeigen lassen mittels Strg + H) fastfetch in die oberste Zeile reingeschrieben werden. Dadurch wird fastfetch beim Öffnen der Konsole automatisch ausgeführt.
Für ZSH werden zusätzliche Aliase hinzugefügt.
Hier die wichtigsten zusätzliche Konsolenbefehle welche hinterlegt werden:- check → Zeigt verfügbaren Updates für Flatpaks und Rocky-Pakete an.
- update → Installiert Updates für Flatpaks und Rocky-Pakete.
- gc → Bereinigt das System.
Bei Rocky Linux würde ich jedoch empfehlen die Updates via Discover zu installieren.Folgendes wird installiert und konfiguriert:
RPMFusion Repositories werden hinzugefügt.
Multimedia Codecs werden installiert: ffmpeg ffmpeg-libs ffmpeg-devel
Fehlende Systempakete werden installiert: hunspell-de kate kalk cifs-utils fastfetch isoimagewriter wsdd btop duf colordiff
Via Fatpak: org.gnome.World.PikaBackupOption für die Installation in einer Virtual Machine wird angezeigt (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Die Puffergröße in PipeWire/WirePlumber wird erhöht. Das behebt Audioprobleme.Office-Software: Via Fatpak: org.libreoffice.LibreOffice com.github.jeromerobert.pdfarranger
Internet-Anwendungen: thunderbird filezilla chromium
Multimedia-Software: Via Fatpak: org.videolan.VLC com.xnview.XnViewMP org.gimp.GIMP
Fernwartungs-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Via Fatpak: com.anydesk.Anydesk com.rustdesk.RustDesk
Videoschnitt-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N): kdenlive
Via Fatpak: io.github.aandrew_me.ytdn com.github.unrud.VideoDownloader org.shotcut.ShotcutVideoaufzeichnungs-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Via Fatpak: com.obsproject.StudioSELinux wird deaktiviert.Samba-Service und Samba-Benutzer aktivieren (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Firewall wird konfiguriert (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Wenn Sie im Zuge der Installation die Firewall aktivieren, werden auch Regeln aktiviert welche Zugriff auf Netzwerk-Drucker und Netzwerk-Scanner sowie Samba-Freigaben erlauben.
Folgende Regeln werden aktiviert: ipp, samba, samba-client, ws-discovery-host, ws-discovery-udp
ZSH inkl. powerlevel10k wird installiert: zsh git
Vom github: Meslo-Nerd-Fonts zsh-syntax-highlighting zsh-autosuggestions powerlevel10k
ZSH wird konfiguriert. Dabei wird die Datei ~/.zshrc erstellt und befüllt.
GRUB_TIMEOUT wird auf 2 Sekunden gesetzt.
Dolphin-Menüeintrag "Öffne alle Medien in VLC" wird erstellt (nicht bei Rocky Linux x86_64_v2).
KDE-Wallet wird deaktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/kwalletrc erstellt und befüllt.
Laufwerk (HDD/SSD) dauerhaft mounten:
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-disk.sh
Dabei wird von Ihnen die UUID des Laufwerks (wird angezeigt und kann kopiert werden), das Dateisystem (wird angezeigt) und der Einhängepunkt abgefragt.
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. Daten
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Laufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
UUID=b4ff63bf-31f1-4917-abfa-96f2296145c3 /mnt/Daten ext4 nofail 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Laufwerk gemountet.
CIFS-Netzwerkfreigabe dauerhaft mounten:
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-share.sh
Dabei wird von Ihnen der Benutzernamen, das Passwort, der Pfad zur Netzwerkfreigabe und der Einhängepunkt abgefragt.
Pfad zur Netzwerkfreigabe kann z.B. so aussehen: //192.168.16.100/Freigabe
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. NAS-Daten
Benutzernamen und Passwort werden in der Datei /etc/samba/.credentials (chmod 600) hinterlegt.
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Netzlaufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
//192.168.16.100/Freigabe /mnt/NAS-Daten cifs credentials=/etc/samba/.credentials_IhrEinhängepunkt,rw,uid=1000,gid=1000 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Netzlaufwerk gemountet.
Ordner im Netzwerk freigeben:
Für den Fall das die Samba-Konfiguration bei rockyinstall.sh übersprungen wurde!
Ausführen mit Konsolenbefehl: smb
Dies ist erforderlich um Netzwerkfreigaben erstellen zu können!
Netzwerkfreigabe auf einer Disk erstellen:
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-disk.sh
Dabei wird von Ihnen der Einhängepunkt, der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Einhängepunkt (wird angezeigt) lautet z.B. /mnt/Daten
Als Freigabeordner (Ordner wird automatisch erstellt) könnte man nehmen z.B. Rocky-Daten
Der Freigabename ist der Name welcher im Netzwerk angezeigt wird (kann auch ident mit Freigabeordner sein).
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.
Netzwerkfreigabe im Persönlichen Ordner erstellen:
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-home.sh
Dabei wird von Ihnen der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Freigabeordner (wird automatisch erstellt) im Persönlichen Ordner könnte sein, z.B. Öffentlich
Der Freigabename ist der Name welchen andere Geräte im Netzwerk sehen, z.B. Freigabe
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.
So, das war's auch schon.
Anmerkungen und/oder Verbesserungsvorschläge gerne an linux@austriahosting.com senden.