Meine AlmaLinux Konfiguration mit Installationsanleitung

AlmaLinux ist ein stabiler Ersatz für Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Jede Hauptversion erhält bis zu 10 Jahre lang Support.
AlmaLinux wurde zwar primär für den Einsatz auf Servern und in Unternehmensumgebungen konzipiert, lässt sich aber auch als stabile Desktop-Variante nutzen.

Zur Post-Installation und Konfiguration von AlmaLinux habe ich ein bash-script erstellt.
Alma muss natürlich zuvor installiert werden. https://repo.almalinux.org/almalinux/10/live/
Die Versionen unter x86_64_v2/ unterstützen auch noch ältere PCs.
Bei neuerer Hardware, AlmaLinux aus dem Verzeichnis x86_64/ herunterladen.

Die Installation von AlmaLinux benötigt nur ein paar Minuten.

Dieses Skript wurde für KDE Plasma konzipiert! Es kann aber auch bei Gnome angewendet werden.
Der erstellte Dolphin-Menüeintrag und das Deaktivieren des KDE-Wallets haben dann allerdings keine Auswirkung.

So installiere ich AlmaLinux mit KDE Plasma Desktop:
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Nach dem Booten vom Installationsmedium mittels der Desktopverknüpfung die Installation starten:

Sprache → Deutsch → Deutsch (Österreich)
Installations-Ziel → Lokales Speichermedium auswählen
Konfiguration speichern → Automatisch
Verschlüssellung → nicht auswählen
Benutzer anlegen → Benutzerdaten eingeben
Installation starten
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Nach Anmeldung an der grafischen Benutzeroberfläche, Discover öffnen.
Auf „Einstellungen“ klicken.
Auf „Flathub hinzufügen“ klicken und etwas warten bis der Download durchgeführt wurde.
Auf „Aktualisierungen“ klicken und die Systemupdates installieren.
Nach dem Neustart des Systems, die Konsole öffnen.
Mit folgender Befehlszeile das Alma-Post-Installations-Skript herunterladen und ausführen:
Stand: 09.09.2026
  bash <(curl https://austriahosting.com/downloads/alma.sh)
Bevor die tatsächliche Installation startet, bekommen Sie noch die Möglichkeit sich das Skript anzusehen und den Vorgang abzubrechen.
Skript nur herunterladen ohne es auszuführen:
  wget -nd https://austriahosting.com/downloads/alma.sh -P ~/alma
Skript ausführen:
  sh alma/alma.sh

Hierbei werden noch weitere Skripte heruntergeladen und im Ordner ~/scripts/ abgelegt.
almainstall.sh erledigt die Post-Installation und Konfiguration von AlmaLinux.
colors.sh dient nur zur Verbesserung der Darstellung.

Nachdem das Skript alma.sh schon mal ausgeführt, die Installation aber abgebrochen wurde, dieses nicht nochmals starten um die Installation fertigzustellen! Sondern stattdessen fahren Sie fort mit:
  ./scripts/almainstall.sh

Für ZSH werden zusätzliche Aliase hinzugefügt.
Hier die wichtigsten zusätzliche Konsolenbefehle welche hinterlegt werden:
  • check  → Zeigt verfügbaren Updates für Flatpaks und Alma-Pakete an.
  • update → Installiert Updates für Flatpaks und Alma-Pakete.
  • gc        → Bereinigt das System.
Bei AlmaLinux würde ich jedoch empfehlen die Updates via Discover zu installieren.

Folgendes wird installiert und konfiguriert:
 
RPMFusion Repositories werden hinzugefügt. 

Multimedia Codecs werden installiert: ffmpeg ffmpeg-libs ffmpeg-devel

Systempakete: hunspell-de kate kalk cifs-utils fastfetch isoimagewriter wsdd btop duf colordiff
Via Fatpak: org.gnome.World.PikaBackup

Office-Software: Via Fatpak: org.libreoffice.LibreOffice com.github.jeromerobert.pdfarranger

Internet-Anwendungen: thunderbird filezilla chromium

Multimedia-Software: vlc vlc-plugins-all
Via Fatpak: com.xnview.XnViewMP org.gimp.GIMP

Fernwartungs-Software:
Via Fatpak: com.anydesk.Anydesk com.rustdesk.RustDesk

Videoschnitt- und Videoaufzeichnungs-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N): kdenlive
Via Fatpak: io.github.aandrew_me.ytdn com.github.unrud.VideoDownloader org.shotcut.Shotcut com.obsproject.Studio


SELinux wird deaktiviert.

Samba-Service und Samba-Benutzer aktivieren (Auswahlmöglichkeit: j/N): 

Firewall wird konfiguriert (Auswahlmöglichkeit: j/N): 
Wenn Sie im Zuge der Installation die Firewall aktivieren, werden auch Regeln aktiviert welche Zugriff auf Netzwerk-Drucker und Netzwerk-Scanner sowie Samba-Freigaben erlauben.
Folgende Regeln werden aktiviert: ipp, samba, samba-client, ws-discovery-host, ws-discovery-udp

ZSH inkl. powerlevel10k wird installiert: zsh git
Vom github: Meslo-Nerd-Fonts zsh-syntax-highlighting zsh-autosuggestions powerlevel10k

ZSH wird konfiguriert. Dabei wird die Datei ~/.zshrc erstellt und befüllt.
GRUB_TIMEOUT wird auf 2 Sekunden gesetzt.
Dolphin-Menüeintrag "Öffne alle Medien in VLC" wird erstellt.
AnyDesk- und RustDesk-Verknüpfungen am Desktop werden erstellt.
KDE-Wallet wird deaktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/kwalletrc erstellt und befüllt.

Nach dem Neustart des Systems, noch die Konsole öffnen um die Konfiguration von powerlevel10k für ZSH abzuschließen.

Laufwerk (HDD/SSD) dauerhaft mounten: 
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-disk.sh
Dabei wird von Ihnen die UUID des Laufwerks (wird angezeigt und kann kopiert werden), das Dateisystem (wird angezeigt) und der Einhängepunkt abgefragt.
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. Daten
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Laufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
UUID=b4ff63bf-31f1-4917-abfa-96f2296145c3 /mnt/Daten ext4 nofail 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Laufwerk gemountet.

CIFS-Netzwerkfreigabe dauerhaft mounten: 
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-share.sh
Dabei wird von Ihnen der Benutzernamen, das Passwort, der Pfad zur Netzwerkfreigabe und der Einhängepunkt abgefragt.
Pfad zur Netzwerkfreigabe kann z.B. so aussehen: //192.168.16.100/Freigabe
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. NAS-Daten
Benutzernamen und Passwort werden in der Datei /etc/samba/.credentials (chmod 600) hinterlegt.
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Netzlaufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so aus:
//192.168.16.100/Freigabe /mnt/NAS-Daten cifs credentials=/etc/samba/.credentials,rw,uid=1000,gid=1000 0 0

Dieses Skript kann nur dann mehrfach ausgeführt werden, wenn die in der Datei /etc/samba/.credentials bereits hinterlegten Zugangsdaten ident sind mit den Zugangsdaten des neu einzubindenden Netzlaufwerks. Ansonst werden die Zugangsdaten für die bereits zuvor eingehängte Netzwerkfreigabe überschrieben. Alternativ können Sie vorher dieses Skript bearbeiten und .credentials in z.B. .credentials2 umbenennen.
Wichtig sind folgende Zeilen wo .credentials vorkommt und geändert werden sollte:
Zeile 34: sudo touch /etc/samba/.credentials
Zeile 35: | sudo tee -a /etc/samba/.credentials
Zeile 36: | sudo tee -a /etc/samba/.credentials
Zeile 37: sudo chmod 600 /etc/samba/.credentials
Zeile 42: $share /mnt/$mp cifs credentials=/etc/samba/.credentials,rw,uid=1000,gid=1000 0 0
Zeile 51: sudo cat /etc/samba/.credentials

Nur für den Fall das dieser Punk bei almainstall.sh übersprungen wurde!
Samba-Service installieren und Samba-Benutzer erstellen: Ausführen mit ./scripts/samba.sh oder sh scripts/samba.sh
Das muss gemacht werden bevor Netzwerkfreigaben erstellt werden!

Netzwerkfreigabe auf einer Disk einrichten: 
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-disk.sh
Dabei wird von Ihnen der Einhängepunkt, der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Einhängepunkt (wird angezeigt) lautet z.B. /mnt/Daten
Als Freigabeordner (Ordner wird automatisch erstellt) könnte man nehmen z.B. Alma-Daten
Der Freigabename ist der Name welcher im Netzwerk angezeigt wird (kann auch ident mit Freigabeordner sein).
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.

Netzwerkfreigabe im Persönlichen Ordner einrichten: 
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-home.sh
Dabei wird von Ihnen der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Freigabeordner (wird automatisch erstellt) im Persönlichen Ordner könnte sein, z.B. Öffentlich
Der Freigabename ist der Name welchen andere Geräte im Netzwerk sehen, z.B. Freigabe
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.


So, das war's auch schon.
Anmerkungen und/oder Verbesserungsvorschläge gerne an linux@austriahosting.com senden.