Meine AlmaLinux Konfiguration
Meine AlmaLinux Konfiguration mit Installationsanleitung
Zuletzt aktualisiert am 12.10.2026
AlmaLinux ist ein stabiler Ersatz für Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Jede Hauptversion erhält bis zu 10 Jahre lang Support.
AlmaLinux wurde zwar primär für den Einsatz auf Servern und in Unternehmensumgebungen konzipiert, lässt sich aber auch als stabile Desktop-Variante nutzen.
Zur Post-Installation und Konfiguration von AlmaLinux habe ich ein bash-script erstellt.
Alma muss natürlich zuvor installiert werden.
Für x86_64: https://repo.almalinux.org/almalinux/10/live/x86_64/
Für aarch64: https://repo.almalinux.org/almalinux/10/live/aarch64/
Es gibt auch noch eine Versionen x86_64_v2, welche ältere Hardware unterstützt.
Diese Version bitte nur dann verwenden, wenn die Installation mit dem Standard-ISO nicht klappt.
https://repo.almalinux.org/almalinux/10/live/x86_64_v2/
Die Installation von AlmaLinux benötigt nur ein paar Minuten.
Dieses Skript wurde für KDE Plasma konzipiert! Es kann aber auch bei Gnome angewendet werden.
Der erstellte Dolphin-Menüeintrag und das Deaktivieren des KDE-Wallets haben dann allerdings keine Auswirkung.
So installiere ich AlmaLinux mit KDE Plasma Desktop:
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Nach dem Booten vom Installationsmedium mittels der Desktopverknüpfung die Installation starten:
Sprache → Deutsch → Deutsch (Österreich)
Installations-Ziel → Lokales Speichermedium auswählen
Konfiguration speichern → Automatisch
Verschlüssellung → nicht auswählen
Benutzer anlegen → Benutzerdaten eingeben
Installation starten
Nach der Installation das System neu starten und das Installations-Medium entfernen.
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Folgende Schritte sind wichtig!
1. → Nach der Anmeldung an der grafischen Benutzeroberfläche, Discover öffnen.
2. → Auf „Einstellungen“ klicken.
3. → Auf „Flathub hinzufügen“ klicken und etwas warten bis der Download durchgeführt wurde.
4. → Auf „Aktualisierungen“ klicken und die Systemupdates installieren.
Nach dem Neustart des Systems, die Konsole öffnen.
Mit folgender Befehlszeile das Alma-Post-Installations-Skript herunterladen und ausführen:
bash <(curl https://austriahosting.com/downloads/alma.sh)
Bevor die tatsächliche Installation startet, bekommen Sie noch die Möglichkeit sich das Skript anzusehen, gegebenenfalls abzuändern oder die Installation abzubrechen.
Skript nur herunterladen ohne es auszuführen:
wget -nd https://austriahosting.com/downloads/alma.sh -P ~/alma
Danach Skript ausführen mit:
sh alma/alma.sh
WICHTIG: Wenn Sie AlmaLinux in der Versionen x86_64_v2 installiert haben, dann muss folgendes Skript verwendet werden:
bash <(curl https://austriahosting.com/downloads/alma-v2.sh)
Hierbei werden noch weitere Skripte heruntergeladen und im Ordner ~/scripts/ abgelegt:
almainstall.sh, colors.sh, fix-discover.sh, mount.sh, mount-disk.sh, mount-share.sh, samba.sh, share.sh, share-disk.sh und share-home.sh.
almainstall.sh (oder almainstall-v2.sh) erledigt die Post-Installation und Konfiguration von AlmaLinux.
colors.sh dient nur zur Verbesserung der Darstellung.
Einige der anderen Skripte werden als Aliase in ZSH eingebunden.
Nachdem das Skript alma.sh (oder alma-v2.sh) schon mal ausgeführt, die Installation aber abgebrochen wurde, dieses nicht nochmals starten um die Installation fertigzustellen! Sondern stattdessen fahren Sie fort mit:
./scripts/almainstall.sh
Bei AlmaLinux in der Versionen x86_64_v2:
./scripts/almainstall-v2.sh
Für ZSH werden zusätzliche Aliase hinzugefügt.
Hier die wichtigsten zusätzliche Konsolenbefehle welche hinterlegt werden:- check → Zeigt verfügbaren Updates für Flatpaks und Alma-Pakete an.
- update → Installiert Updates für Flatpaks und Alma-Pakete.
- gc → Bereinigt das System.
Bei AlmaLinux würde ich jedoch empfehlen die Updates via Discover zu installieren.Folgendes wird installiert und konfiguriert:
RPMFusion Repositories werden hinzugefügt.
Nicht bei AlmaLinux in der Versionen x86_64_v2
Multimedia Codecs werden installiert: ffmpeg ffmpeg-libs ffmpeg-devel
Nicht bei AlmaLinux in der Versionen x86_64_v2
Systempakete: hunspell-de kate kalk cifs-utils fastfetch isoimagewriter wsdd btop duf colordiff
Via Fatpak: org.gnome.World.PikaBackup
Office-Software: Via Fatpak: org.libreoffice.LibreOffice com.github.jeromerobert.pdfarranger
Internet-Anwendungen: thunderbird filezilla chromium
Multimedia-Software: Via Fatpak: org.videolan.VLC com.xnview.XnViewMP org.gimp.GIMP
Fernwartungs-Software:
Via Fatpak: com.anydesk.Anydesk com.rustdesk.RustDesk
Videoschnitt- und Videoaufzeichnungs-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N): kdenlive
Via Fatpak: io.github.aandrew_me.ytdn com.github.unrud.VideoDownloader org.shotcut.Shotcut com.obsproject.StudioSELinux wird deaktiviert.Samba-Service und Samba-Benutzer aktivieren (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Firewall wird konfiguriert (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Wenn Sie im Zuge der Installation die Firewall aktivieren, werden auch Regeln aktiviert welche Zugriff auf Netzwerk-Drucker und Netzwerk-Scanner sowie Samba-Freigaben erlauben.
Folgende Regeln werden aktiviert: ipp, samba, samba-client, ws-discovery-host, ws-discovery-udp
ZSH inkl. powerlevel10k wird installiert: zsh git
Vom github: Meslo-Nerd-Fonts zsh-syntax-highlighting zsh-autosuggestions powerlevel10k
ZSH wird konfiguriert. Dabei wird die Datei ~/.zshrc erstellt und befüllt.
GRUB_TIMEOUT wird auf 2 Sekunden gesetzt.
AnyDesk- und RustDesk-Verknüpfungen am Desktop werden erstellt.
KDE-Wallet wird deaktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/kwalletrc erstellt und befüllt.
Nach dem Neustart des Systems, noch die Konsole öffnen um die Konfiguration von powerlevel10k für ZSH abzuschließen.
Laufwerk (HDD/SSD) dauerhaft mounten:
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-disk.sh
Dabei wird von Ihnen die UUID des Laufwerks (wird angezeigt und kann kopiert werden), das Dateisystem (wird angezeigt) und der Einhängepunkt abgefragt.
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. Daten
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Laufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
UUID=b4ff63bf-31f1-4917-abfa-96f2296145c3 /mnt/Daten ext4 nofail 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Laufwerk gemountet.
CIFS-Netzwerkfreigabe dauerhaft mounten:
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-share.sh
Dabei wird von Ihnen der Benutzernamen, das Passwort, der Pfad zur Netzwerkfreigabe und der Einhängepunkt abgefragt.
Pfad zur Netzwerkfreigabe kann z.B. so aussehen: //192.168.16.100/Freigabe
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. NAS-Daten
Benutzernamen und Passwort werden in der Datei /etc/samba/.credentials (chmod 600) hinterlegt.
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Netzlaufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
//192.168.16.100/Freigabe /mnt/NAS-Daten cifs credentials=/etc/samba/.credentials_IhrEinhängepunkt,rw,uid=1000,gid=1000 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Netzlaufwerk gemountet.
Ordner im Netzwerk freigeben:
Für den Fall das die Samba-Konfiguration bei almainstall.sh übersprungen wurde!
Ausführen mit Konsolenbefehl: smb
Dies ist erforderlich um Netzwerkfreigaben erstellen zu können!
Netzwerkfreigabe auf einer Disk erstellen:
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-disk.sh
Dabei wird von Ihnen der Einhängepunkt, der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Einhängepunkt (wird angezeigt) lautet z.B. /mnt/Daten
Als Freigabeordner (Ordner wird automatisch erstellt) könnte man nehmen z.B. Alma-Daten
Der Freigabename ist der Name welcher im Netzwerk angezeigt wird (kann auch ident mit Freigabeordner sein).
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.
Netzwerkfreigabe im Persönlichen Ordner erstellen:
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-home.sh
Dabei wird von Ihnen der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Freigabeordner (wird automatisch erstellt) im Persönlichen Ordner könnte sein, z.B. Öffentlich
Der Freigabename ist der Name welchen andere Geräte im Netzwerk sehen, z.B. Freigabe
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.
So, das war's auch schon.
Anmerkungen und/oder Verbesserungsvorschläge gerne an linux@austriahosting.com senden.