Meine Solus Konfiguration
Meine Solus Konfiguration mit Installationsanleitung
Solus ist eine interessante, eigenständige Linux-Distribution. Sie richtet sich eher an den Privatanwender und ist out-of-the-box schon ziemlich gut ausgestattet. Als Rolling-Release-Modell, mit wöchentlichen Updates, erfordert es auch keine aufwändigen Upgrades auf neue Versionen.
Solus hinterließ bisher einen guten Eindruckt bei mir.
Zur Post-Installation und Konfiguration von Solus habe ich ein bash-script erstellt.
Solus muss natürlich zuvor installiert werden. https://getsol.us/
Die Installation von Solus inkl. der Ausführung des Solus-Post-Installations-Skripts geht rasch vonstatten.
Dieses Skript wurde für KDE Plasma konzipiert!
Es kann aber auch bei Gnome, Budgie und Xfce angewendet werden.
Der erstellte Dolphin-Menüeintrag und das Deaktivieren des KDE-Wallets haben dann allerdings keine Auswirkung.
Das installierte Paket kio-admin ist nur bei KDE Plasma wirksam.
So installiere ich Solus (mit KDE Plasma Desktop):
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Nach dem Booten vom Installationsmedium beginnt auch schon die Installation:
Sprache → Deutsch
Standort → Europe → Vienna
Tastatur → German (Austria) → Default
Partition → Fesplatte Löschen
→ Swap ohne Ruhezustand
→ ext4
Benutzer → Benutzerdaten eingeben → Automatisches Einloggen ohne Passwortabfrage.
Installieren
→ → → → → → → → → → → → → → → → → → → → → → → → → →
Nach Anmeldung an der grafischen Benutzeroberfläche, Konsole öffnen.
Mit folgender Befehlszeile das Solus-Post-Installations-Skript herunterladen und ausführen:
Stand: 29.08.2026
bash <(curl https://austriahosting.com/downloads/solus.sh)
Bevor die tatsächlcihe Installation startet, bekommen Sie noch die Möglichkeit sich das Skript anzusehen und den Vorgang abzubrechen.
Skript nur herunterladen ohne es auszuführen:
wget -nd https://austriahosting.com/downloads/solus.sh -P ~/arch
Skript ausführen:
sh solus/solus.sh
Hierbei werden noch weitere Skripte heruntergeladen und im Ordner ~/scripts/ abgelegt.
solusinstall.sh, colors.sh, check-updates.sh, gc.sh, solus-fix.sh, update.sh, solus-up-gc.sh
solusinstall.sh erledigt die Post-Installation und Konfiguration von Solus.
colors.sh dient nur zur Verbesserung der Darstellung.
Vier der fünf anderen Skripte werden als Aliase in ZSH eingebunden.
Nachdem das Skript solus.sh schon mal ausgeführt, die Installation aber abgebrochen wurde, dieses nicht nochmals starten um die Installation fertigzustellen! Sondern stattdessen fahren Sie fort mit:
./scripts/solusinstall.sh
Für ZSH werden zusätzliche Aliase hinzugefügt.
Hier die wichtigsten zusätzliche Konsolenbefehle welche hinterlegt werden:- check → Zeigt verfügbaren Updates für Flatpaks und Solus-Pakete an.
- update → Installiert Updates für Flatpaks und Solus-Pakete, und hält das System sauber.
- gc → Bereinigt das System (wird auch bei "update" gemacht).
- fix → Kann einige Fehler beheben, vorallem bei Updateproblemen.
Durch fix passiert Folgendes:- Paket-Cache leeren.
- Lokale Datenbanken neu aufbauen.
- System auf beschädigte Pakete prüfen.
- System-Update wird versucht.
Folgendes wird installiert und konfiguriert:
Systempakete: kate open-vm-tools hunspell-de kio-admin cifs-utils filelight fastfetch isoimagewriter btop eza duf diffutils acpid2
Via Fatpak: org.gnome.World.PikaBackup
Office-Software: libreoffice-base pdfarranger
Internet-Anwendungen: filezilla
Via Fatpak: org.chromium.Chromium
Multimedia-Software: gimp gimp-help-de vlc
Via Fatpak: com.xnview.XnViewMP
Fernwartungs-Software:
Via Fatpak: com.anydesk.Anydesk com.rustdesk.RustDesk
Videoschnitt- und Videoaufzeichnungs-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N): kdenlive shotcut obs-studio
Via Fatpak: io.github.aandrew_me.ytdn com.github.unrud.VideoDownloader
Zusätzliche Drucker-Treiber installieren (Auswahlmöglichkeit: j/N): foomatic-db foomatic-db-nonfree
Scanner-Service (Auswahlmöglichkeit: j/N): libksane sane-airscan skanpage
Firewall und Aktivierung der Firewall (Auswahlmöglichkeit: j/N): ufw gufw
Wenn Sie im Zuge der Installation die Firewall aktivieren, werden auch Regeln aktiviert welche Zugriff auf Netzwerk-Drucker und Netzwerk-Scanner sowie Samba-Freigaben erlauben.
Folgende Regeln werden aktiviert: 137/udp, 138/udp, 139/tcp, 445/tcp, ws-discovery, wsdapi/tcp, 5353/udp, lpd, ipp/tcp,
ZSH inkl. powerlevel10k wird installiert: zsh git
Vom github: Meslo-Nerd-Fonts zsh-syntax-highlighting zsh-autosuggestions powerlevel10kZSH wird konfiguriert. Dabei wird die Datei ~/.zshrc erstellt und befüllt.
GRUB_TIMEOUT wird auf 2 Sekunden gesetzt.
Dolphin-Menüeintrag "Öffne alle Medien in VLC" wird erstellt.
Syntax-Highlighting für nano wird aktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/nano/nanorc erstellt und befüllt.
AnyDesk- und RustDesk-Verknüpfungen am Desktop werden erstellt.
KDE-Wallet wird deaktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/kwalletrc erstellt und befüllt.
Nach dem Neustart des Systems, noch die Konsole öffnen um die Konfiguration von powerlevel10k für ZSH abzuschließen.
Laufwerk (HDD/SSD) dauerhaft mounten: Ausführen mit ./scripts/mount-disk.sh oder sh scripts/mount-disk.sh
Dabei wird von Ihnen die UUID des Laufwerks (wird angezeigt und kann kopiert werden), das Dateisystem (wird angezeigt) und der Einhängepunkt abgefragt.
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. Daten
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Laufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
UUID=b4ff63bf-31f1-4917-abfa-96f2296145c3 /mnt/Daten ext4 nofail 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Laufwerk gemountet.
CIFS-Netzwerkfreigabe dauerhaft mounten: Ausführen mit ./scripts/mount-share.sh oder sh scripts/mount-share.sh
Dabei wird von Ihnen der Benutzernamen, das Passwort, der Pfad zur Netzwerkfreigabe und der Einhängepunkt abgefragt.
Pfad zur Netzwerkfreigabe kann z.B. so aussehen: //192.168.16.100/Freigabe
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. NAS-Daten
Benutzernamen und Passwort werden in der Datei /etc/samba/.credentials (chmod 600) hinterlegt.
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Netzlaufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so aus:
//192.168.16.100/Freigabe /mnt/NAS-Daten cifs credentials=/etc/samba/.credentials,rw,uid=1000,gid=1000 0 0
Dieses Skript kann nur dann mehrfach ausgeführt werden, wenn die in der Datei /etc/samba/.credentials bereits hinterlegten Zugangsdaten ident sind mit den Zugangsdaten des neu einzubindenden Netzlaufwerks. Ansonst werden die Zugangsdaten für die bereits zuvor eingehängte Netzwerkfreigabe überschrieben. Alternativ können Sie vorher dieses Skript bearbeiten und .credentials in z.B. .credentials2 umbenennen.
Wichtig sind folgende Zeilen wo .credentials vorkommt und geändert werden sollte:
Zeile 34: sudo touch /etc/samba/.credentials
Zeile 35: | sudo tee -a /etc/samba/.credentials
Zeile 36: | sudo tee -a /etc/samba/.credentials
Zeile 37: sudo chmod 600 /etc/samba/.credentials
Zeile 42: $share /mnt/$mp cifs credentials=/etc/samba/.credentials,rw,uid=1000,gid=1000 0 0
Zeile 50: sudo cat /etc/samba/.credentials
So, ich denke das war's auch schon.
Anmerkungen und/oder Verbesserungsvorschläge gerne an linux@austriahosting.com senden.