Zuletzt aktualisiert am 12.10.2026
Solus ist eine interessante, unkomplizierte und eigenständige Linux-Distribution. Ein hervorragendes System für den Desktop. Als Rolling-Release-Modell, mit wöchentlichen Updates, erfordert es auch keine aufwändigen Upgrades auf neue Versionen.
Solus hinterließ bisher einen guten Eindruckt bei mir.
Zur Post-Installation und Konfiguration von Solus habe ich ein bash-script erstellt.
Solus muss natürlich zuvor installiert werden. https://getsol.us/
Die Installation von Solus inkl. der Ausführung des Solus-Post-Installations-Skripts geht rasch vonstatten.
Dieses Skript wurde für KDE Plasma konzipiert!
Es kann aber auch bei Gnome, Budgie und Xfce angewendet werden.
Der erstellte Dolphin-Menüeintrag und das Deaktivieren des KDE-Wallets haben dann allerdings keine Auswirkung.
Das installierte Paket kio-admin ist nur bei KDE Plasma wirksam.So installiere ich Solus (mit KDE Plasma Desktop):
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Nach dem Booten vom Installationsmedium beginnt auch schon die Installation:
Sprache → Deutsch
Standort → Europe → Vienna
Tastatur → German (Austria) → Default
Partition → Festplatte Löschen
→ Swap ohne Ruhezustand
→ ext4
Benutzer → Benutzerdaten eingeben → Automatisches Einloggen ohne Passwortabfrage.
Installieren
Nach der Installation das System neu starten und das Installations-Medium entfernen.
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Nach Anmeldung an der grafischen Benutzeroberfläche, Konsole öffnen.
Mit folgender Befehlszeile das Solus-Post-Installations-Skript herunterladen und ausführen:
bash <(curl https://austriahosting.com/downloads/solus.sh)
Bevor die tatsächliche Installation startet, bekommen Sie noch die Möglichkeit sich das Skript anzusehen, gegebenenfalls abzuändern oder die Installation abzubrechen.
Skript nur herunterladen ohne es auszuführen:
wget -nd https://austriahosting.com/downloads/solus.sh -P ~/solus
Danach Skript ausführen mit:
sh solus/solus.sh
Hierbei werden noch weitere Skripte heruntergeladen und im Ordner ~/scripts/ abgelegt.
check-updates.sh, colors.sh, gc.sh, mount.sh, mount-disk.sh, mount-share.sh, samba.sh, share.sh, share-disk.sh, share-home.sh, solus-fix.sh, solusinstall.sh, solus-up-gc.sh und update.sh.
solusinstall.sh erledigt die Post-Installation und Konfiguration von Solus.
colors.sh dient nur zur Verbesserung der Darstellung.
Einige der anderen Skripte werden als Aliase in ZSH eingebunden.
Nachdem das Skript solus.sh schon mal ausgeführt, die Installation aber abgebrochen wurde, dieses nicht nochmals starten um die Installation fertigzustellen! Sondern stattdessen fahren Sie fort mit:
./scripts/solusinstall.sh
Für ZSH werden zusätzliche Aliase hinzugefügt.
Hier die wichtigsten zusätzliche Konsolenbefehle welche hinterlegt werden:- check → Zeigt verfügbaren Updates für Flatpaks und Solus-Pakete an.
- update → Installiert Updates für Flatpaks und Solus-Pakete, und hält das System sauber.
- gc → Bereinigt das System (wird auch bei "update" gemacht).
- fix → Kann einige Fehler beheben, vor allem bei Updateproblemen.
Durch fix passiert Folgendes:- Paket-Cache leeren.
- Lokale Datenbanken neu aufbauen.
- System auf beschädigte Pakete prüfen.
- System-Update wird versucht.
Folgendes wird installiert und konfiguriert:
Systempakete: kate hunspell-de kio-admin cifs-utils filelight fastfetch isoimagewriter btop eza duf diffutils acpid2
Via Fatpak: org.gnome.World.PikaBackup
Optional für die Installation in einer Virtual Machine (Auswahlmöglichkeit: j/N): open-vm-tools
Office-Software: libreoffice-base pdfarranger
Internet-Anwendungen: filezilla
Via Fatpak: org.chromium.Chromium
Multimedia-Software: gimp gimp-help-de vlc
Via Fatpak: com.xnview.XnViewMP
Fernwartungs-Software:
Via Fatpak: com.anydesk.Anydesk com.rustdesk.RustDesk
Videoschnitt- und Videoaufzeichnungs-Software (Auswahlmöglichkeit: j/N): kdenlive shotcut obs-studio
Via Fatpak: io.github.aandrew_me.ytdn com.github.unrud.VideoDownloader
Zusätzliche Drucker-Treiber installieren (Auswahlmöglichkeit: j/N): foomatic-db foomatic-db-nonfree
Scanner-Service (Auswahlmöglichkeit: j/N): libksane sane-airscan skanpage
Samba-Service und Samba-Benutzer aktivieren (Auswahlmöglichkeit: j/N):
Firewall und Aktivierung der Firewall (Auswahlmöglichkeit: j/N): ufw gufw
Wenn Sie im Zuge der Installation die Firewall aktivieren, werden auch Regeln aktiviert welche Zugriff auf Netzwerk-Drucker und Netzwerk-Scanner sowie Samba-Freigaben erlauben.
Folgende Regeln werden aktiviert: 137/udp, 138/udp, 139/tcp, 445/tcp, ws-discovery, wsdapi/tcp, 5353/udp, lpd, ipp/tcp,
ZSH inkl. powerlevel10k wird installiert: zsh git
Vom github: Meslo-Nerd-Fonts zsh-syntax-highlighting zsh-autosuggestions powerlevel10k
ZSH wird konfiguriert. Dabei wird die Datei ~/.zshrc erstellt und befüllt.
GRUB_TIMEOUT wird auf 2 Sekunden gesetzt.
Dolphin-Menüeintrag "Öffne alle Medien in VLC" wird erstellt.
Syntax-Highlighting für nano wird aktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/nano/nanorc erstellt und befüllt.
AnyDesk- und RustDesk-Verknüpfungen am Desktop werden erstellt.
KDE-Wallet wird deaktiviert. Dabei wird die Datei ~/.config/kwalletrc erstellt und befüllt.
Nach dem Neustart des Systems, noch die Konsole öffnen um die Konfiguration von powerlevel10k für ZSH abzuschließen.
Laufwerk (HDD/SSD) dauerhaft mounten:
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-disk.sh
Dabei wird von Ihnen die UUID des Laufwerks (wird angezeigt und kann kopiert werden), das Dateisystem (wird angezeigt) und der Einhängepunkt abgefragt.
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. Daten
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Laufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
UUID=b4ff63bf-31f1-4917-abfa-96f2296145c3 /mnt/Daten ext4 nofail 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Laufwerk gemountet.
CIFS-Netzwerkfreigabe dauerhaft mounten:
Ausführen mit Konsolenbefehl: mnt
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/mount-share.sh
Dabei wird von Ihnen der Benutzernamen, das Passwort, der Pfad zur Netzwerkfreigabe und der Einhängepunkt abgefragt.
Pfad zur Netzwerkfreigabe kann z.B. so aussehen: //192.168.16.100/Freigabe
Der Einhängepunkt ist ein Ordner (wird automatisch erstellt) im Verzeichnis /mnt, z.B. NAS-Daten
Benutzernamen und Passwort werden in der Datei /etc/samba/.credentials (chmod 600) hinterlegt.
Der Eintrag für /etc/fstab wird generiert und eingetragen, und das Netzlaufwerk ist sofort zugriffsbereit.
Der generierte Eintrag sieht dann so ähnlich aus:
//192.168.16.100/Freigabe /mnt/NAS-Daten cifs credentials=/etc/samba/.credentials_IhrEinhängepunkt,rw,uid=1000,gid=1000 0 0
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird ein weiteres Netzlaufwerk gemountet.
Ordner im Netzwerk freigeben:
Für den Fall das die Aktivierung von Samba bei solusinstall.sh übersprungen wurde!
Ausführen mit Konsolenbefehl: smb
Dies ist erforderlich um Netzwerkfreigaben erstellen zu können!
Netzwerkfreigabe auf einer Disk erstellen:
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-disk.sh
Dabei wird von Ihnen der Einhängepunkt, der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Einhängepunkt (wird angezeigt) lautet z.B. /mnt/Daten
Als Freigabeordner (Ordner wird automatisch erstellt) könnte man nehmen z.B. Solus-Daten
Der Freigabename ist der Name welcher im Netzwerk angezeigt wird (kann auch ident mit Freigabeordner sein).
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.
Netzwerkfreigabe im Persönlichen Ordner erstellen:
Ausführen mit Konsolenbefehl: share
Das dafür zuständige Skript ist: ~/scripts/share-home.sh
Dabei wird von Ihnen der Freigabeordner und der Freigabename abgefragt.
Der Freigabeordner (wird automatisch erstellt) im Persönlichen Ordner könnte sein, z.B. Öffentlich
Der Freigabename ist der Name welchen andere Geräte im Netzwerk sehen, z.B. Freigabe
Der Eintrag für /etc/samba/smb.conf wird generiert und hinzugefügt, und die Freigabe ist sofort erreichbar.
Auf die Netzwerkfreigabe hat ausschließlich der erstellte Samba-Benutzer Zugriff.
Dieses Skript kann mehrfach ausgeführt werden. Jedes Mal wird eine weitere Netzwerkfreigabe erstellt.
So, ich denke das war's auch schon.
Anmerkungen und/oder Verbesserungsvorschläge gerne an linux@austriahosting.com senden.